AUFBAU EINER REGIONALEN MOBILITÄTSPLATTFORM STUTTGART

ZUSAMMEN WIRKEN:
GEMEINSAM BESSER VORANKOMMEN

In Regionen mit europäischer Spitzensiedlungsdichte kann der Bewegungsraum schnell zum Stauraum werden. Wenn sich auf 6.500 Quadratkilometern 2.700.000 Bewohner - davon Pendler- und Wirtschafts- aber auch Fernverkehr - in Bewegung setzen, geben herkömmliche Verkehrslösungen keine konstruktive Antwort. Um die Situation rund um den Pendler-, Wirtschafts- und Fernverkehr dauerhaft zu entspannen, hat der Verband Region Stuttgart ein Leuchtturm-Projekt initiiert: Mit der "Regionalen Mobilitätsplattform (RMP)" konzipiert ein Fachkonsortium unter der Leitung von Trafficon ein zuständigkeitsübergreifendes dynamisches Verkehrsmanagement. Die zwischen den beteiligten Akteuren abgestimmten Verkehrsmanagementstrategien werden je nach Verkehrssituation aktiviert.

IMPULS

Zusammen mit dem Großraum Stuttgart wachsen auch die Verkehrs- und Umweltbelastungen.

INNOVATION

Etablierung eines zuständigkeitsübergreifenden dynamischen Straßenverkehrsmanagements, das Verkehrs- und Siedlungsräume aufwertet.
Der Verband Region Stuttgart ist verantwortlich für die Entwicklung des Großraums Stuttgart in den Bereichen (Nah-)Verkehr, Wirtschaftsförderung, Regionalplanung und -entwicklung. Mit der Regionalen Mobilitätsplattform (RMP) entsteht eine Organisationsform, die es ermöglicht, den Verkehr situationsbedingt zu steuern und gezielte, abgestimmte Strategien zu schalten. Grundvoraussetzung für den Erfolg der RMP ist die organisatorische sowie technische Konzeption, Umsetzung und anschließende Etablierung der Regionalen Mobilitätsplattform (RMP). Die mitwirkenden Kommunen und Landkreise sowie deren Aufgaben sind klar definiert. Das Modellvorhaben bezieht darüber hinaus auch bereits bestehende Kooperationen, wie jene zwischen der Integrierten Verkehrsleitzentrale Stuttgart (IVLZ) und der Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg (SVZ), mit ein.
Weitere Partner im Rahmen des Projekts RMP sind das Regierungspräsidium Stuttgart, die Landeshauptstadt Stuttgart, die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr, Esslingen und Böblingen sowie die Kommunen Ludwigsburg, Kornwestheim, Remseck am Neckar, Waiblingen, Fellbach, Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Böblingen, Sindelfingen, Leonberg und Ditzingen. Beteiligt werden zudem auch Verkehrsunternehmen, Straßenmeistereien und die Polizei.

Um die Reduzierung der häufigen Verkehrsüberbelastungen zu erreichen, werden in monatlichen Expertenworkshop regionale Verkehrsprobleme und Störfall-Szenarien identifiziert und analysiert. Moderiert und fachlich begleitet von Trafficon, werden Verkehrsmanagementstrategien mit den beteiligten Akteuren entwickelt, um die häufigen Verkehrsüberlastungen in der Region zu reduzieren. Neben den periodischen Belastungsschwankungen stellen sowohl planbare Ereignisse wie Veranstaltungen und Baustellen, als auch unplanbare Ereignisse wie Unfälle ein auslösendes Moment dar. Bisher werden diese Ereignisse im eigenen Zuständigkeitsbereich bestmöglich behandelt, jedoch nicht flächendeckend kommuniziert. Hier bietet RMP Lösungswege an.
Verkehrsmanagement Plattform
Ausblick
Im Fokus der Projektstufe Entwurfsplanung stehen die Detailplanung und Ausarbeitung der zuständigkeitsübergreifenden Verkehrsmanagementstrategien sowie erforderlichen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren an. Die in einer Kosten-Nutzen-Analyse positiv bewerteten Maßnahmen werden in den Projektstufen Genehmigungs- und Ausführungsplanung in die Umsetzung überführt. Bis 2020 soll die technische Vernetzung der Systeme realisiert und in Teilnetzen modellhaft umgesetzt werden.
AuftraggeberVerband Region Stuttgart
Projektlaufzeit2017 - 2020