tempus - Pilotversuch urbaner automatisierter Strassenverkehr

Testfeld münchen

Im Rahmen des Projektes TEMPUS haben die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern im Münchener Norden ein gebietskörperschaftsübergreifendes Testfeld für automatisiertes und vernetztes Fahren errichtet, um unter anderem die verkehrlichen Auswirkungen auf Effizienz, Sicherheit und Akzeptanz der Bürger:innen zu untersuchen. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Optimierung des Verkehrsflusses im Sinne einer nachhaltigen und sicheren Mobilität, indem einzelne Anwendungsfälle von automatisierten und vernetzten Fahrzeugen sowohl des Individualverkehrs als auch des öffentlichen Personennahverkehrs möglichst realitätsnah durchgeführt werden.
Aufgrund des begrenzten Verkehrsraums in Ballungsräumen gewinnt die Steuerung des Verkehrs und die Beeinflussung des Verkehrsverhaltens immer mehr an Bedeutung – auch in München. Somit spielen Maßnahmen des Verkehrsmanagements eine große Rolle in einem zukunftsorientierten Gesamtverkehrssystem.

Wie trägt TEMPUS dazu bei? TEMPUS soll zum einen Verkehrsstrategien für das jeweilige Testfeld generieren und Empfehlungen für eine Ausweitung auf andere Gebietskörperschaften geben. Gleichzeitig soll es die Grundlage für automatisiertes und vernetztes Fahren im Münchener Raum schaffen sowie die Übertragbarkeit auf andere Regionen ermöglichen.

Vernetztes Fahren
Und wie genau wird das umgesetzt?
Für die Entwicklung und den Aufbau des Testfelds für automatisiertes Fahren braucht es zunächst einmal technische Infrastruktur, die implementiert werden muss. Außerdem spielen Verkehrsdaten eine große Rolle: diese müssen erhoben werden, um aus ihnen Verkehrsstrategien abzuleiten und neu zu entwickeln. Nach Erhebung des Status Quo werden diverse Strategien entwickelt, die auf das Testfeld angewandt werden. Diese Strategien umfassen unter anderem Routenempfehlungen, Ampelphasenassistenten sowie neue Anmeldestrategien für Fahrzeuge des ÖPNV. Um die Testfelder auch auf andere Regionen anwenden zu können, wird im Laufe des Projekts eine gebietskörperschaftsübergreifende Systemarchitektur eingerichtet und getestet.

Welche Aufgaben übernimmt Trafficon?
Trafficon ist am Projekt gleich dreierlei beteiligt: Trafficon Consulting übernimmt die Erarbeitung von zuständigkeitsübergreifenden Verkehrsstrategien und einer Referenzarchitektur für das Testfeld. Trafficon Geoservices stellt außerdem Verkehrslageberechnung und strategiekonformes Routing bereit, während Trafficon Data bei der Erzeugung fahrstreifenfeiner Straßengraphen aus FCD-Trajektorien (Lanes) unterstützen soll.

Neuigkeiten zum Projekt finden sich auf der offiziellen TEMPUS-Website.
Ausblick
Bis Projektende sollen kooperative Verkehrsstrategien bearbeitet und umgesetzt werden und eine gebietskörperschaftsübergreifende Systemarchitektur konzipiert, getestet und eingerichtet werden. Um das Projekt erfolgreich abzuschließen, arbeiten Projektpartner:innen aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Industrie zusammen.
gefördert durch


Konsortialführung

Konsortialpartner


Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)


Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat

Freistaat Bayern - Landesbaudirektion, TU München, TU Dresden, Karlsruher Institut für Technologie, PTV AG, YUNEX GmbH, Traffic Technology Services GmbH, Stadtwerke München, BMW Group, EBUSCO Deutschland GmbH, 3D Mapping Solutions, Trafficon – Traffic Consultants GmbH
Projektlaufzeit
01.2021 – 06.2023