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Stromaufwärts bei Trafficon

Es ist wieder so weit – wir wollen wieder über unsere Nachhaltigkeitsthemen reflektieren; aber first things first:

Ich habe Verstärkung! Dominik unterstützt mich von nun an bei der inhaltlichen Recherche und Aufarbeitung der Themen für unsere Trafficon Stories. Seit März ist er Teil des Münchner Teams und hoch motiviert mit großen Ideen einen kleinen Fußabdruck zu hinterlassen! Seine große Mission ist „Treating the earth as if we intended to stay“. Durch sein Studium in Umweltingenieurswesen ist er sozusagen „der perfekte Fang“ für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Nicht nur das Nachhaltigkeitsteam hat sich seit dem letzten Beitrag verändert, auch mit der Themenwahl sind wir dieses Mal anders vorgegangen. Wir haben nicht einfach irgendein Thema ausgewählt, sondern ganz demokratisch im Team darüber abgestimmt, womit wir uns diesmal beschäftigen sollen. Die Mehrheit hat gesprochen – Strom soll‘s also sein!
So weit, so gut. Wo fangen wir also an mit unserer Reflexion? Diskussionen rund um Stromerzeugung und deren negativen Auswirkungen (Klimaerwärmung, Luftverschmutzung, Waldschäden – um nur einige offensichtliche zu nennen) sind uns nur allzugut bekannt. Nachhaltige Lösungen zur Stromgewinnung durch erneuerbare Energien scheinen das Problem in der Theorie zwar zu lösen, doch in der Praxis ist es wohl keineswegs so einfach, wie von uns Endverbrauchern vielleicht angenommen. Insbesondere der übermäßige Energieverbrauch in Wohlstandsstaaten (wie auch bei uns) und die Tatsache, dass die Nachfrage an Energie das Angebot an grünen Ressourcen weitaus übersteigt, wiegen besonders schwer. Auch Fragen nach der Errichtung von Solar- und Windparks sowie der Verteilung des Stroms sorgen teils für heftige Diskussionen im Diskurs der Energiewende.

Sie merken schon, ganz so simpel ist das mit dem nachhaltigen Stromverbrauch leider nicht. Was können wir also tun, um das Thema Energie als Gesellschaft ganzheitlich ressourcenschonend(er) zu gestalten und so die Umwelt zu entlasten? Vor allem in Hinblick auf die laufende Digitalisierung ist das natürlich weltweit eine riesen Debatte, in der unsere kleine Unternehmensdimension wohl nur einen mäßigen Beitrag leisten kann – aber wo würden wir hinkommen, wenn alle so denken? Was können wir als Firma tun, um unserem Energieverbrauch zu reduzieren? 
Wir haben recherchiert. Wir haben abgewogen. Wir haben Schlüsse gezogen. Den ein oder anderen Aspekt für weniger Energieverbrauch im Betrieb gibt es da durchaus. Maßnahmen wären unter anderem:
• stromsparende LEDs für die Beleuchtung einzusetzen,
• die Klima- und Heizungsanlage nur wenn nötig laufen zu lassen,
• energiesparende EDV Geräte zu verwenden,
• Geräte nicht im Stand-By Modus zu belassen, sondern den Stecker zu ziehen,
• Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren.
Voller Motivation sind wir an die Sache rangegangen. Dachten uns, wir könnten noch so viel mehr machen, so viel mehr unternehmen, so viel mehr beitragen. Die Wahrheit ist, die meisten dieser Maßnahmen hatten wir bereits (mehr oder weniger) in der Tasche. LEDs ➔ check, Heizung/Klimaanlage ➔ check, moderne EDV Geräte ➔ check, Mitarbeiterawareness ➔ check. So was nun?

Eine hitzige Debatte gab es um Elektrogeräte im Stand-By Modus. Die einen sagen: auf jeden Fall alle Geräte ausstecken, die anderen meinen: Na woher denn, neue Geräte im Stand-By saugen eh kaum noch Strom. Beides hat nach unseren Recherchen seine Berechtigung. Wir müssen zugeben, auch wir ziehen nicht immer alle Stecker, wenn wir das Büro verlassen. Zu unserer Verteidigung muss aber auch gesagt werden, das Thema ist wohl nicht mehr ganz so akut, wie es mal war und der Unterschied kaum noch weltbewegend. Nach neuen EU-Verordnungen dürfen EDV- und Haushaltsgeräte im Wartemodus nicht mehr als ein Watt verbrauchen; das ist in etwa 60 Mal weniger als eine Durchschnittsglühbirne und ein Tausendstel von dem, was eine einsatzbereite Kaffeemaschine pro Stunde benötigt. Hier stellt sich also nun die Frage – ist es uns den Aufwand wert, jedes Mal nach Arbeitsende unter den Tisch zu kriechen, um die Steckerleiste auszuschalten? Ganz einig sind wir uns da firmenintern nicht. Was denken Sie – ist es sinnvoll und wichtig den Stecker zu ziehen oder doch unnötiger Zeitaufwand?
Einer der wichtigsten Punkte in unserer Recherche war außerdem der Umstieg auf einen nachhaltigen Stromanbieter. Der sogenannte Ökostrom oder grüne Strom wird aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Erdwärme sowie Biomasse generiert und ist komplett erneuerbar und CO2-neutral. Als ich das gelesen hab‘, war mein erster Gedanke: Ja dann, los gehts, wir steigen um. Aber auf die Euphorie, endlich etwas unternehmen zu können, folgte nach kleiner Enttäuschung eine doch recht positive Überraschung. Wie sich herausstellte, sind sowohl die Standorte in Österreich, als auch der Standort München bereits bei Anbietern, die Strom aus 100 % erneuerbaren Energien beziehen. Also sind wir auch hier gar nicht mal so schlecht aufgestellt.

Lange Rede, kurzer Sinn – wir waren überzeugt davon, eine positive Veränderung in Sachen Energieverbrauch in unserem Unternehmen bewirken zu können. Schnell mussten wir aber feststellen, so viel gibt‘s hier nicht zu tun für uns – und verstehen Sie mich bitte richtig, das sind natürlich erfreuliche Nachrichten. Dennoch ist das Thema hiermit sicher nicht gegessen. Auch wenn wir in unserer kleinen Dimension vielleicht bereits das tun, was getan werden kann, um die Energieversorgung so nachhaltig und umweltbewusst wie möglich zu gestalten, so ist im Großen und Ganzen sicher noch einiges offen. Aber wenn wir jetzt eine Diskussion rund um die umweltlichen Auswirkungen der Digitalisierung anfangen, wäre ein Ende dieses Beitrags heute kaum noch absehbar. Wer weiß, vielleicht könnte das ein Thema für unsere nächste Reflexion werden?

Erzählen Sie doch mal, wie es Ihnen mit dem Thema ergeht. Sind sie bereits Energiesparprofis und haben Tipps für uns?

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