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Trafficon im Einkaufsdilemma

Wer kennt ihn nicht, diesen Moment, in dem alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen werden, weil die Zeit es nicht erlaubt, sie zu berücksichtigen? „Ist ja nur dieses eine Mal…“
Man nimmt sich immer fest vor, nachhaltiger zu leben, nicht mehr dem schnellen Online Einkauf zu verfallen und gut recherchierte Produkte aus dem regionalen Handel zu kaufen. Und wenn man dann schlussendlich vor der Wahl steht, klappt es doch nicht und man bleibt wieder mal beim internationalen Großhändler hängen – Zeitmangel und einem nahezu unschlagbaren Preis geschuldet. Ja, leider kennen wir das nur all zu gut.  
Innerhalb unserer Projekte versuchen wir uns für mehr Nachhaltigkeit in Sachen Mobilität und Umwelt zu engagieren. Warum nicht auch im gesamten Firmen-Drumherum auf unseren ökologischen Fußabdruck achten? Wo sollen und können wir da nur anfangen? Das Thema Nachhaltigkeit scheint mittlerweile in allen Lebensbereichen relevant geworden zu sein. Trotzdem ist der Begriff – wie soll ich sagen – etwas SCHWAMMIG und bedeutet in so vielen Kontexten etwas anderes. Ganz grundsätzlich handelt es sich um ein äußerst komplexes Thema, bei dem wir gerade mal so am Anfang stehen. Irgendwo müssen wir allerdings starten. Weshalb wir uns jetzt einfach mal einen Mini-Teil aus dem gesamten Produktszyklus-Nachhaltigkeits-Dilemma rausgepickt haben: Nachhaltigkeit im Sinne von: Den regionalen Handel unterstützen und bei Online Einkäufen auf österreichische/deutsche Anbieter mit klimaneutraler Zustellung achten.
Unboxing Gif
In den letzten Wochen und Monaten haben wir besonders aktiv online geshoppt. Ein neuer Praktikant, eine neue Mitarbeiterin, ein Umzug ins Home Office – alles war dabei.
Eine Anfrage trudelt ein: „ich bräuchte bitte dies uns das“, meist mit dem entsprechenden Amazonlink bereits beigefügt. Was mache ich? Der beigefügte Link wird angeklickt, kurz abgecheckt, und weiter geht’s in den Warenkorb und zum Kauf. So, der Task ist zwar erledigt, aber so wirklich zufrieden bin ich nicht. Woher kommt das Zeug eigentlich? Hätte ich das vielleicht auch beim Fachhandel in Salzburg bekommen können, oder auf einer österreichischen Website mit CO2 neutraler Zustellung? Nehme ich mir die Zeit und recherchiere, oder aber wähle ich den einfacheren, schnelleren und möglicherweise sogar günstigeren Weg?  
Neuer Tag, neue Anfrage, neues Glück: Diesmal geht’s nicht um eine Tastatur für’s Home Office, sondern um Selbstbewässerungstöpfe für unsere Pflanzen im Büro. Mein erster Impuls sagt mir: schnell den Amazonlink aufrufen und die Sache ist erledigt, mein Nachhaltigkeitsinstinkt hingegen schlägt Alarm. Die erste Alternativ-Anlaufstelle: ein österreichischer online Marktplatz mit heimischen Produkten und Händlern sowie CO2-neutraler Zustellung. Schnell stellt sich heraus: Dies bietet sich zwar bei Elektrozubehör und Bürobedarf ganz gut an, Spezial-Gadgets wie Selbstbewässerungstöpfe sind hier aber schwer zu finden. Da muss wohl sorgfältiger recherchiert werden. Und das ist genau der Knackpunkt, an dem es meistens scheitert –Bequemlichkeit und Zeitmangel. Ein klein wenig mehr Zeitaufwand und der Vorsatz zum nachhaltigen Einkauf ist wie weggeblasen. Diesmal bin ich allerdings fest entschlossen. Nach ein wenig nachlesen und grübeln, werden die Blumentöpfe direkt beim Hersteller in Österreich bestellt – Kostenpunkt: ja ein wenig teurer als bei Amazon sind sie schon, dafür aber regional (bzw. wenigstens aus Österreich) und mit klimaneutraler Zustellung bezogen.  
Pflanze Salzburg Gif
Trotz des zunehmenden Trends zur Nachhaltigkeit, sind tatsächliche Alternativen zu Amazon und Co doch recht rar. Ein Problem, dass sicherlich noch gelöst werden muss. Bis dahin hier unsere Idee, wie man künftige „nachhaltigere“ Einkäufe vielleicht ein klein wenig strukturierter und zeiteffizienter angehen könnte: Man nehme eine Excel Tabelle, erstelle eine Liste mit Produkten und erweitere diese Schritt für Schritt mit den jeweiligen regionalen Anbietern. So – jedenfalls in unserer Theorie – bekommt man nach und nach eine ausgewachsene Datenbank – Ok,ok, Datenbank ist möglicherweise ein wenig zu ambitioniert, vielleicht nennen wir sie doch lieber LISTE – auf die man bei Bedarf, und wenn es schnell gehen muss, zurückgreifen kann. Natürlich reicht beim Vorhaben die Unternehmensressourcen nachhaltiger zu beziehen nicht ein einzelner Mitarbeiter aus. Das Ganze muss auch kommuniziert, mit dem Team abgestimmt und in Handlungs- und Denkmuster verinnerlicht werden.
Sie merken, wir haben noch so einiges vor uns. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist mit dieser kurzen Reflexion aber hoffentlich getan – wie sagst man so schön: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Wir haben jedenfalls versucht und ein bisschen an der Nase zu nehmen, und die Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen auch im Einkaufsverhalten zu reflektieren – dabei sind wir, unverkennbar, auf Mankos gestoßen, die wir mit ein bisschen Fleiß und Beharrlichkeit versuchen zu beheben.

Sind Sie bereits Profi im heimischen (Online) Shoppen – was sind Ihre Tipps für uns?

Wir sind gespannt! Bis bald!

1 Kommentar

  • Grinzinger
    Hallo Theresa, Exzellente Idee - für alle zugängliche Datenbanken -hinsichtlich Nachhaltigkeit Produzenten/Produkten- die vom Konsumenten genutzt und berücksichtigt werden sind ein demokratisches tool um Markt zu steuern bzw. gegenzusteuern. Liebe Grüße Ch.Grinzinger

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